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Selten, aber schwerwiegend – die Fraktur der Abutmentschraube
Diskussion
Implantatgetragene Rekonstruktionen stellen eine etablierte und sehr sichere Form der dentalen Versorgung dar, die Erfolgsrate liegt nach fünf bis zehn Jahren bei ca. 95 bis 99 Prozent (Adell et al. 1990, Schwartz-Arad und Chaushu 1997, Naert et al. 2001, Levin et al. 2006, Cochran et al. 2007). Der Friktionsverlust und damit die Lockerung oder die Fraktur der Implanat-Abutment-Verbindung bei zweiteiligen Implantaten ist eine seltene, aber schwerwiegende Komplikation (Theoharidou et. al. 2008, Khraisat et al. 2004). Eine prothetische Neuversorgung des betroffenen Implantats ist nur möglich, wenn die Abutmentschraube vollständig und ohne Beschädigung des Implantats entfernt werden kann. Viele Implantathersteller bieten dazu spezielles Instrumentarium an.
Über die Ursache der mehrfachen Lockerung der Suprakonstruktion beim Vorbehandler kann nur spekuliert werden. Kritische Faktoren für die mögliche Lockerung einer Implantat-Abutment-Verbindung sind das Drehmoment, mit dem die Abutmentschraube fixiert wird, sowie deren Legierung (Martin et al. 2001), das Implantat-/Abutment-Design (Binon 1996, Merz et al. 2000) und mögliche okklusale Fehlbelastungen (Khraisat et al. 2004). Prothetische Fehler bei der Anfertigung der Suprakonstruktion können ebenfalls kritische Faktoren sein; so können Spannungen zwischen Implantaten und Suprastrukturen sogar zu Implantatfrakturen führen (Luterbacher et al. 2000, Karl et al. 2004). Das korrekte Drehmoment für die Abutmentschraube wird vom Implantathersteller angegeben und ist unbedingt einzuhalten, da Lockerungen durch ein zu geringes Drehmoment oder Schraubenbrüche durch ein zu hohes Drehmoment auftreten können. Von einigen Implantatherstellern wird vorgeschrieben, zum definitiven Einsetzen der Suprakonstruktion eine fabrikneue Abutmentschraube zu verwenden, da durch mehrfaches Ein- und Ausschrauben und die mechanischen Belastungen während der Herstellung der Suprakonstruktion im Dentallabor die Schraube mechanisch altern kann.
B. Peter (2008) wies darauf hin, dass gerade für EinzelImplantate im Oberkiefer- Frontzahnbereich eine achsengerechte und korrekte Implantatposition im ästhetischen Fenster (Gomez-Roman 2003, Buser et al. 2006) nicht nur aus ästhetischer und funktioneller Sicht, sondern auch im Hinblick auf die mechanische Belastbarkeit wesentlich ist (Erneklint et al. 2006). Das Design der Implantat-Abutment-Verbindung wird von einigen Autoren in den Vordergrund gerückt (Cehreli et al. 2004, Norton 2000, Strub und Gerds 2003, Zipprich et al. 2007). In einigen Studien wird vor allem der Typ der internen Konusverbindung untersucht (Norton 2000, Strub und Gerds 2003, Zipprich et al. 2007). Allerdings scheint es nach heutigem Wissensstand nicht möglich, allgemeingültige Thesen hinsichtlich der Reaktionsweise der Implantate, des Implantat-Abutment-Interface und des Implantat-Knochen-Verbunds auf verschiedene Belastungsarten zu definieren (Peter 2008). Auch konnten Erneklint et al. (2006) unter physiologischen Belastungsbedingungen keine erhöhte Misserfolgsrate zwischen geringen (bis 20 Grad) und größeren (bis 45 Grad) Abutmentangulationen nachweisen.
Der genaue Mechanismus von Implantat- Abutment-Lockerungen bleibt nach heutiger Datenlage spekulativ. Vom Implantathersteller gemachte Angaben zu Solldrehmomenten, Verwendung fabrikneuer Abutmentschrauben etc. sind beim Einsetzen einer Suprakonstruktion streng zu befolgen. In dem hier beschriebenen Fall war eine Neuversorgung durch konsequente und vorsichtige Vorgehensweise auch unter schwierigen Ausgangsbedingungen möglich.
Über die Ursache der mehrfachen Lockerung der Suprakonstruktion beim Vorbehandler kann nur spekuliert werden. Kritische Faktoren für die mögliche Lockerung einer Implantat-Abutment-Verbindung sind das Drehmoment, mit dem die Abutmentschraube fixiert wird, sowie deren Legierung (Martin et al. 2001), das Implantat-/Abutment-Design (Binon 1996, Merz et al. 2000) und mögliche okklusale Fehlbelastungen (Khraisat et al. 2004). Prothetische Fehler bei der Anfertigung der Suprakonstruktion können ebenfalls kritische Faktoren sein; so können Spannungen zwischen Implantaten und Suprastrukturen sogar zu Implantatfrakturen führen (Luterbacher et al. 2000, Karl et al. 2004). Das korrekte Drehmoment für die Abutmentschraube wird vom Implantathersteller angegeben und ist unbedingt einzuhalten, da Lockerungen durch ein zu geringes Drehmoment oder Schraubenbrüche durch ein zu hohes Drehmoment auftreten können. Von einigen Implantatherstellern wird vorgeschrieben, zum definitiven Einsetzen der Suprakonstruktion eine fabrikneue Abutmentschraube zu verwenden, da durch mehrfaches Ein- und Ausschrauben und die mechanischen Belastungen während der Herstellung der Suprakonstruktion im Dentallabor die Schraube mechanisch altern kann.
B. Peter (2008) wies darauf hin, dass gerade für EinzelImplantate im Oberkiefer- Frontzahnbereich eine achsengerechte und korrekte Implantatposition im ästhetischen Fenster (Gomez-Roman 2003, Buser et al. 2006) nicht nur aus ästhetischer und funktioneller Sicht, sondern auch im Hinblick auf die mechanische Belastbarkeit wesentlich ist (Erneklint et al. 2006). Das Design der Implantat-Abutment-Verbindung wird von einigen Autoren in den Vordergrund gerückt (Cehreli et al. 2004, Norton 2000, Strub und Gerds 2003, Zipprich et al. 2007). In einigen Studien wird vor allem der Typ der internen Konusverbindung untersucht (Norton 2000, Strub und Gerds 2003, Zipprich et al. 2007). Allerdings scheint es nach heutigem Wissensstand nicht möglich, allgemeingültige Thesen hinsichtlich der Reaktionsweise der Implantate, des Implantat-Abutment-Interface und des Implantat-Knochen-Verbunds auf verschiedene Belastungsarten zu definieren (Peter 2008). Auch konnten Erneklint et al. (2006) unter physiologischen Belastungsbedingungen keine erhöhte Misserfolgsrate zwischen geringen (bis 20 Grad) und größeren (bis 45 Grad) Abutmentangulationen nachweisen.
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